Mehr Spannung und Dramatik war einfach nicht möglich, als bei der Endrunde des Wingenroth-Cups. Erst nach viereinhalb Stunden mitreißendem Sport und einer Achterbahnfahrt der Gefühle für Spieler, Trainer und Zuschauer war die zehnte Auflage des Handballturniers der Wuppertaler Grundschulen entschieden.
Aber es war der knappste aller Ausgänge: 6:4 nach Siebenmeterwerfen triumphierte die Angelo-Roncalli-Schule im Finale gegen die Rottsieper Höhe. Bereits die Gruppenspiele der Finalrunde auf Küllenhahn waren hart umkämpft.
In Gruppe 1 gab sich lediglich die Rottsieper Höhe mit 6:0 Punkten keine Blöße. Dahinter wogte jedoch der Kampf um die Plätze zwei bis vier hin und her. Letztlich gab bei Punktgleichheit das Torverhältnis den Ausschlag zwischen den drei Konkurrenten Peterstraße (+4), Birkenhöhe (-3) und St. Antonius (-9).
In der Gruppe 2 hatte beinahe jede einzelne Partie Endspielcharakter. Oftmals fiel die Entscheidung erst in den Schlusssekunden. Als unglaublich nervenstark und stets mit dem nötigen Quäntchen Glück im Bunde entpuppte sich Angelo-Roncalli. In den Spielen gegen Thorner Straße und beim Gruppenfinale gegen die Corneliusschule lief der Mitfavorit mehrfach einem zwei oder drei Tore Rückstand hinterher und konnte sich jeweils nur mühevoll zu einem 4:4 beziehungsweise 5:4 retten.
Die Kruppstraße beendete trotz großer Gegenwehr die Gruppenphase zwar ohne Punktgewinn, schlug dann aber im Spiel um Platz sieben mit einem 4:0 so richtig zu. „Wir haben gute Tricks. Tricks, die für uns leicht sind, aber für die anderen schwer“, fasste der neunjährige Timon das Erfolgsrezept zusammen, das für die Zukunft noch weiter verbessert werden soll. Denn nachdem das Umziehen in Kabine 7 diesmal zu Platz 7 führte, fordert die Kruppstraße nun für das kommende Jahr Kabine 1.
Der große Showdown folgte im Finale. Nachdem es lange 1:1 stand, hatte die Rottsieper Höhe beim 3:1 bereits eine Hand am Pott, doch mit einer Energieleistung erzwang Angelo-Roncalli in den Schlusssekunden noch das 3:3. Und im Siebenmeterwerfen erwiesen sich Roncallis dann als die Glückspilze des Tages und staubten den größten Pokal ab. Aber auch die anderen Turnierteilnehmer gingen nicht leer aus. Für sie gab es ebenfalls Pokale, Medaillen und Urkunden.
Spiel um Platz 7:
Sankt-Antonius – Kruppstraße 0:4
Spiel um Platz 5:
Birkenhöhe – Thorner Straße 3:1
Spiel um Platz 3:
Peterstraße – Corneliusschule 7:3
Finale:
Rottsieper Höhe – Angelo-Roncalli 4:6 (3:3) nach Siebenmeterwerfen
Die kommenden Termine:
Nächster Höhepunkt ist der Barmenia-Canters-Cup am 30. Mai, wenn fast 100 Mannschaften (viele davon von außerhalb des heimischen Kreises) in zehn Wuppertaler Sporthallen auf Torejagd gehen. 65 Mannschaften haben bislang gemeldet. Weitere Interessenten können sich per Mail an die Mini-Beauftragte Coco Bangert (cocobangert(at)web.de) wenden.
Zweiter Höhepunkt ist dann das WZ-Mini-Pokal-Turnier (5. September)